Gott sei Dank nur als Zuhörer - ein Vormittag im Landesgericht Ried im Innkreis

Im Rahmen des Deutschunterrichtes besuchten wir, die 4s-Klasse,  am 26. 6. das Landesgericht Ried. Nach der Sicherheitskontrolle durften wir den Gerichtssaal betreten.

In der ersten Strafsache ging es um eine Körperverletzung wegen Trunkenheit am Steuer. Der Angeklagte gestand seine Tat, weswegen die erste Verhandlung nur 25 Minuten dauerte. Ihm wurde der Führerschein für 18 Monate entzogen und er bekam 6 Monate auf Bewährung. Zusätzlich muss er eine Geldbuße in der Höhe von 1400 € an die Geschädigte zahlen.

Nach einer kurzen Pause ging es mit der zweiten Verhandlung, einem Drogenprozess, weiter. Als der Angeklagte  in Handschellen in den Saal geführt wurde, war uns klar, dass es sich hier um kein kleines Delikt handelte. Der  Drogendealer  machte viele widersprüchliche Aussagen, dadurch zog sich die Verhandlung in die Länge. Nacheinander wurden Zeugen vernommen, die ihre Sicht der Dinge darlegten. Das leise und undeutliche Reden der Richterin trug dazu bei, dass wir die Verhandlung zwischendurch als etwas langatmig empfanden. Gegen Ende waren wir schon gespannt auf die Urteilsverkündung. Nachdem sich das Gericht zur Beratung zurückgezogen hatte, war es so weit. Bevor die Richterin das Urteil verlas, erhoben sich alle von ihren Plätzen. Der Drogendealer wurde zu drei Jahren unbedingter Haft verurteilt und muss das durch den Drogenverkauf verdiente Geld von ca. 200 000 € zurückzahlen.

An diesem Vormittag haben wir einen interessanten Einblick in einen ganz anderen Lebensbereich  erhalten.

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Ried im Innkreis | 02.07.2018 | Text: Elisa Ecker, Christina Hager, Judith Schmid und Christine Feischl