Soziales Lernen:                                   


Soziales Lernen ist in einer Zeit, in der viele traditionelle Werte
und moralische Ziele nicht mehr gelten, notwendiger denn je:

Wir gehen davon aus, dass jedes Kind in Harmonie mit seinem Umfeld leben möchte.

Wie aber erreichen Kinder dies, wenn ihre eigene Bedürfnisbefriedigung oder Verhaltensstörung diesem Wunsch entgegenwirkt?

Wer unterstützt die Kinder bei ihren mühsamen Versuchen, sich in die Klassengemeinschaft zu integrieren?

Wer klärt mit ihnen Konflikte, die zwangsläufig entstehen, wenn so viele Menschen täglich miteinander auskommen sollen?

 

Alle Klassen durchlaufen vier Entwicklungsphasen, die jede Gruppe
beim Prozess des Zusammenwachsens erfährt:

1. Orientierung

2. Machtkampf (Kontrolle, Hackordnung)

3. Vertrautheit (jedes Kind hat seine Position in der Gruppe gefunden)

4. Ende der gemeinsamen Schulzeit

 

Wir sehen es als unsere Aufgabe, den Kindern in dieser Entwicklung ein gutes Rüstzeug mitzugeben.
Team- und Konfliktfähigkeit werden neben Sachkompetenz im Berufsleben immer mehr gefordert.
Darum haben wir schulautonom in den 1. Klassen eine Stunde dafür bereitgestellt,
diese sozialen Kompetenzen zu lernen. In den VaKE- Klassen ist soziales Lernen
von der ersten bis zur vierten Klasse Bestandteil des Unterrichts.

 

Das sind unsere Ziele:

1. Die Schülerinnen und Schüler lernen Verständnis und Akzeptanz füreinander.

2. Sie können Arbeitsaufgaben in verschiedenen Gruppen lösen.

3. Gemeinsam werden Verhaltensvereinbarungen festgelegt, die für alle gültig sind.

4. Sie setzen sich offen mit Problemen auseinander und können Konflikte konstruktiv lösen.
   (Schaffen einer offenen, verständnisvollen Gesprächskultur innerhalb der Klasse.)

5. Jeder trägt seinen Teil zum Gestalten des Klassenalltags bei.

 

Christine Feischl, Ingeborg Schmid | März 2012

 

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